Stadtgeschehen

Diese Corona-Regeln gelten jetzt

Aus der Redaktion · 24.12.2020

© astrosystem – AdobeStock

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Der zweite Lockdown ist da. Ab Mittwoch, 16. Dezember 2020, gelten in NRW verschärfte Maßnahmen, um die Infektionszahlen zu reduzieren.

Um die Corona-Fallzahlen wieder in den Griff zu bekommen, haben Bund und Länder erneut weitreichende Beschlüsse gefasst, die ab Mittwoch, 16. Dezember, auch in NRW gelten. Die Libelle fasst zusammen, worauf insbesondere Familien sich jetzt einstellen müssen:

  • Kitas: Der Betrieb der Kindertagesstätten soll soweit wie möglich heruntergefahren werden. Das heißt, dass alle Eltern, die ihr Kind irgendwie zu Hause betreuen können, dies auch tun sollen. Um die Eltern dabei zu unterstützen, sind vom Arbeitsministerium zusätzliche Möglichkeiten angekündigt worden, um für die Betreuung der Kinder bezahlten Urlaub zu nehmen.
  • Schulen: Bis zu den Weihnachtsferien, die am 21.12. beginnen, haben die Klassen ab Stufe 8 verpflichtenden Distanzunterricht. In den Grundschulen und bis Klasse 7 entscheiden die Familien selbst, ob das Kind weiterhin zur Schule geht. Die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. Je nach Schule gibt es Lernangebote für zu Hause. Für jüngere Schüler*innen, Föderschüler*innen und die Abschlussjahrgänge können zudem gesonderte Regeln gelten. Außerdem werden bis Weihnachten auch noch Klassenarbeiten vor Ort geschrieben, die Details erfahren die Schüler*innen über ihre Schulen.
  • Lohnausgleich: Wichtig zu wissen ist, dass der staatliche Lohnausgleich, der während der Coronapandemie eingeführt wurde für Eltern, die Kinder bis zu 12 Jahren zu Hause betreuen müssen, nur dann ausgezahlt wird, wenn die jeweilige Kita oder Schule wirklich ganz und wegen Corona geschlossen ist. Für ein freiwilliges Zuhause-Behalten des Kindes können Eltern also nicht darauf hoffen.
  • Geschäfte: Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen sind: Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und der Großhandel.
  • Stadtbüchereien: Die Zentralbibliothek und alle Stadtteilbüchereien bleiben ab Mittwoch, 16. Dezember, geschlossen. Ausgeliehene Medien werden automatisch verlängert.
  • Arbeitsplatz: Wo es möglich ist, sollten Arbeitnehmer*innen die Möglichkeit bekommen, im Homeoffice zu arbeiten. Betriebsferien über die Weihnachtstage sind ein weiterer Lösungsansatz in diesem Bereich.
  • Kontakte: Private Treffen sind auf maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zu beschränken. Kinder bis zu 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.
  • Weihnachten: Die Regelung hierzu ist kniffelig und nicht ganz einfach zu durchschauen. Vom 24. bis zum 26. Dezember sollen etwas größere Treffen erlaubt sein: Es dürfen vier erwachsene Personen zu Besuch kommen, auch wenn damit dann mehr als zwei Haushalte zusammenkommen. Kinder bis zu 14 Jahren zählen bei dieser Berechnung nicht mit. Ausdrücklich gilt diese Regelung für den engeren Familienkreis und nicht für Freunde oder entferntere Verwandtschaft.
  • Gottesdienste: Religiöse Zusammenkünfte sind nur mit dem nötigen Abstand von mindestens 1,5 Meter und mit Maskenpflicht möglich. Gemeindegesang ist untersagt, nach Möglichkeit sollten die Besucher*innen angemeldet sein.
  • Silvester: Böller sind grundsätzlich verboten. Am 31. Dezember und am 1. Januar gelten ein An- und Versammlungsverbot auf beliebten Plätzen.
  • Altenpflege: Alten- und Pflegeheime sollen schnellstmöglich mit Schnelltests versorgt werden, damit Pflegekräfte regelmäßig getestet werden können. Außerdem verteilt der Bund Schutzmasken. Besucher*innen müssen gegebenenfalls einen negativen Coronatest vorweisen.
  • Freizeit: Museen, Kinos, Tierparks, Zoos, Schwimmbäder, Sportplätze und alle Freizeitstätten, die schon im November schließen mussten, bleiben weiterhin geschlossen.

Nach aktueller Planung soll am 5. Januar beraten werden, wie es ab 11. Januar weitergeht.

Die neuen Coronaregeln

Ab Mittwoch, 16. Dezember 2020

Fragen und Antworten zum neuen Lockdown finden sich auf der Internetseite des Landes NRW.

Tags: Corona-Regeln , Dezember 2020 , Land NRW , Lockdown Dezember

Kategorien: Gesundheit , Stadtgeschehen