Stadtgeschehen

Die aktuellen Corona-Regeln

Tanja Römmer-Collmann · 02.05.2020

© TOMO – adobestock

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Seit Montag, 20. April, gelten erste vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die Maskenpflicht kommt dagegen neu hinzu. Wir stellen zusammen, was aktuell für Düsseldorf gilt.

Die ersten strengen Maßnahmen, um die Corona-Pandemie in Deutschland einzudämmen, galten bis zum 19. April. Daher hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder am 15. April bekanntgegeben, wie es ab Montag, 20. April 2020 weitergehen soll. Das Wichtigste zusammengefasst:

Das gilt wie bisher

  • Die Kontaktsperre bleibt wie bisher bestehen. Das heißt: Keine Besuche und Reisen, keine Treffen, keine Feiern und Versammlungen. Ausflüge ins Grüne sind nur mit Mitgliedern des eigenen Haushalts möglich. Der Kontakt zu haushaltsfremden Personen soll in der Öffentlichkeit auf eine weitere Person beschränkt bleiben. Wichtig: In Nordrhein-Westfalen gilt ein Picknick- und Grillverbot im öffentlichen Raum.
  • Die Abstandsregel von 1,5 Metern gilt weiterhin, um Ansteckungen durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen zu verhindern.
  • Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Tankstellen, Banken, Poststellen und andere zentrale Anlaufstellen bleiben weiterhin geöffnet.

Neue Corona-Regeln

  • Nachdem das Tragen von wie auch immer gearteten Mund-und-Nasen-Schutzmasken zunächst nur „dringend“ empfohlen wurde, gilt ab 27. April in Nordrhein-Westfalen eine ausdrückliche Maskenpflicht im Einzelhandel und im ÖPNV, Galerien, Einkaufszentren sowie beim Abholen von Speisen oder Getränken im Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten, für Handwerker mit Kundenkontakt und natürlich in Arztpraxen sowie überall dort in der Öffentlichkeit, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Diese Maskenpflicht gilt in NRW für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr.
  • Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen. Grundsätzlich gilt für Geschäftsöffnungen, dass die Läden Vorkehrungen treffen müssen, um die Ansteckungsgefahr möglichst klein zu halten.
  • Zusätzlich zu den kleinen Geschäften dürfen auch Buchhandlungen, Fahrradläden und Autohäuser unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen. In NRW kommen zusätzlich noch Möbelhäuser und Babyfachmärkte hinzu.
  • Unter gesteigerten Hygiene-Auflagen und der Vermeidung von Warteschlangen oder nahem Beieinandersitzen sollen auch Zoos, botanische Gärten und Hochschulbibliotheken wieder öffnen dürfen – aber erst ab dem 4. Mai.
  • Für Friseurgeschäfte ist die Öffnung ebenfalls ab dem 4. Mai angestrebt.
  • Für Alten- und Pflegeheime sollen schnellstmöglich individuelle Konzepte bezüglich Schutzmaßnahmen und Besuchsregeln vorgelegt werden, um eine weitere Isolierung zu vermeiden. In Nordrhein-Westfalen sind schon jetzt die Heimleitungen aufgefordert, in bestimmten Ausnahmefällen Besuche zu ermöglichen.

 

Weiterhin geschlossen

  • Cafés, Restaurants, Bars, Hotels, Diskotheken und andere Gastronomiebetriebe bleiben weiter geschlossen. Dies gilt in Nordrhein-Westfalen auch für Campingplätze, Ausnahmen gibt es für Dauercamper.
  • Kaufhäuser und Einkaufszentren bleiben vorerst geschlossen, aber einzelne Geschäfte wie zum Beispiel Buchhandlungen in Einkaufszentren können in Nordrhein-Westfalen geöffnet sein.
  • Schwimm- und Freibäder sowie Sportstätten bleiben geschlossen. Dies gilt in Nordrhein-Westfalen auch für Fitness- und Yogastudios.
  • Auch die Spielplätze sind weiterhin gesperrt.
  • Großveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten; darunter fallen religiöse Versammlungen, Schützenfeste, die Kirmes und natürlich auch der Fußball. In Nordrhein-Westfalen soll ab 1. Mai der Besuch von Gottesdiensten unter bestimmten Bedingungen wieder möglich sein. Für die Fußballbundesliga wird über Geisterspiele nachgedacht.

Schulen und Kitas

  • Schule ist Ländersache, und daher unterscheiden sich hier die Regelungen in den Bundesländern voneinander. Alle Schülerinnen und Schüler, die in NRW vor einem Abschluss stehen, können ab Donnerstag, 23. April wieder zur Schule kommen. So haben die Schulträger noch einige Tage Zeit, sich auf den sicheren Betrieb mit den Abitur- und Abschlussjahrgängen vorzubereiten. Denn es wird spezielle Hygiene- und Abstandrichtlinien geben.
  • Das Abitur 2020 soll grundsätzlich stattfinden.
  • Ansonsten soll der Schulstart ab dem 4. Mai erfolgen. Allerdings schrittweise für die verschiedenen Jahrgänge. So ist wahrscheinlich, dass die Viertklässler*innen in den Grundschulen als Erste wieder starten, in den weiterführenden Schulen werden es die älteren Jahrgänge sein.
  • Die Kitas sollen in NRW schneller aufgemacht werden als andernorts, damit Eltern nicht in die Verlegenheit geraten, ihre Kinder von den Großeltern betreuen zu lassen, wenn sie wegen der Geschäftsöffnungen wieder arbeiten müssen. Es soll für zehn Prozent der Kinder Plätze in der Notbetreuung geben.

Das Ziel der fortgeführten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sei, so erklärte Angela Merkel in der Bundespressekonferenz, die Zahl der Personen, die eine infizierte Person anstecke, statistisch bei maximal 1 zu halten. Schon eine Erhöhung dieser Reproduktionsrate auf zum Beispiel 1,1 oder 1,2 könne zur Überlastung der Krankenhäuser führen und die Maßnahmen müssten dann wohl wieder verschärft werden.

Weitere Informationen zu den neuen Corona-Regeln ab 20. April 2020

Landesregierung NRW

 

Tags: Corona , NRW , Regeln

Kategorien: Gesundheit , Stadtgeschehen