Nachhaltigkeit

Klimafreundliche Weihnachtsbäckerei

Aus der Redaktion · 30.12.2020

© NaturGut Ophoven

© NaturGut Ophoven

Leckere Plätzchen backen und dabei ein gutes Gewissen haben: Marianne Ackermann vom „NaturGut Ophoven“ gibt Tipps zum nachhaltigen Backen.

Wer hätte das gedacht? Rund 15 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen pro Kopf sind auf unsere Ernährung zurückzuführen. Das ist mehr als der Beitrag des privaten PKW-Verkehrs. In der Adventszeit wird überall fleißig gebacken, so auch bei Marianne Ackermann, der ersten Vorsitzenden des Fördervereins „NaturGut Ophoven“. Sie achtet jedoch bei der Produktion der süßen Naschereien jedoch seit einigen Jahren auf ihre Klimabilanz. Denn gerade in der Weihnachtszeit schlagen sich die Pfunde nicht nur auf den Hüften nieder. Auch für die persönliche Klimabilanz schlagen sie negativ zu Buche. Um klimafreundlich zu backen, hat Marianne Ackermann einige Tricks auf Lager, die dem Geschmack der Plätzchen nicht schaden. Hier ihre Ideen für die klimafreundliche Weihnachtsbäckerei:

  • Hauptsächlich Pflanzenmargarine anstelle von Butter für die Rezepte nutzen. „Die vegetarischen Zutaten verursachen in der Regel deutlich weniger Kohlendioxid.“ Mit 250 Gramm Margarine statt Butter lassen sich etwa 5,7 Kilogramm CO2 vermeiden.
  • Außerdem backt sie mit Bio-Mehl und die Eier stammen aus biologischer Haltung, das spart noch mal bis zu 30 Prozent CO2 im Vergleich zum Bisherigen.
  • Viele weitere Zutaten wie beispielsweise Milch oder Nüsse kommen aus der Region oder zumindest aus Deutschland. „Es kann nicht sein, dass Mehl, Eier oder Milchprodukte vom Großhandel aus dem Ausland billigst eingekauft werden, während vor Ort unsere Bauern um ihre Existenz bangen. Das ist nicht nur wegen der langen Transportwege ökologischer Irrsinn“, führt Ackermann aus.
  • Beim Backen kann auch jede Menge Energie eingespart werden, zum Beispiel, indem der Ofen mit Umluft erhitzt wird: „Das ist nicht nur energiesparender als Ober- und Unterhitze, sondern es lassen sich auch mehrere Bleche gleichzeitig backen“, erklärt sie. „Wenn man zudem auch noch aufs Vorheizen verzichtet, die Backofentür geschlossen hält und den Backofen fünf bis zehn Minuten früher ausschaltet, wird noch mehr Energie gespart“, verrät sie. Aber das erfordere ein bisschen Erfahrung, weil die Zeitangaben im Rezept dann nicht mehr stimmen.
  • Eine leckere und klimafreundliche Ergänzung zu den Plätzchen seien Naschereien, die ganz ohne Backen auskommen, wie zum Beispiel Nussbällchen, schlägt Ackermann weiter vor. Das Rezept findet sich unten. „Das ist gesunder Genuss statt eine zuckerhaltige Kalorienbombe auf dem Weihnachtsteller.“

 

Klimafreundliche Nussbällchen – ganz ohne Backen

Zutaten für etwa 30 Stück

  • 250 Gramm Mandeln, Haselnüsse oder andere Nüsse
  • 2 bis 3 Esslöffel Honig, Agavendicksaft oder eine andere dickflüssige Zuckeralternative
  • 2 bis 3 Teelöffel Lebkuchengewürz, alternativ geriebene Vanilleschote und 30 Gramm Margarine

Zubereitung

200 Gramm Mandeln im Mixer zu einem feinen Mehl zerkleinern, die restlichen 50 Gramm fein hacken. Die gemahlenen und gehackten Mandeln zusammen mit Honig, Gewürzen und der Margarine in eine Schüssel geben, kalt stellen und später in der Hand zu leinen Kugeln formen.

Förderverein „NaturGut Ophoven“ e. V.
Talstraße 4, 51379 Leverkusen
www.naturgut-ophoven.de

Tags: Backen , Klimawandel , Naturgut Ophoven , Weihnachten

Kategorien: Freizeit , Nachhaltigkeit