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Wohne lieber ungewöhnlich

Peter Hoch · 22.05.2018

© Jean-Claude Lother - Bonne Pioche Cinemarezo Produktions - TF1 Droits Audiovisuels - UGC Images - M6 Films

© Jean-Claude Lother - Bonne Pioche Cinemarezo Produktions - TF1 Droits Audiovisuels - UGC Images - M6 Films

In dem originellen französischen Familienfilm proben die Kinder einer Patchworkfamilie den WG-Aufstand, um nicht ständig umherziehen zu müssen.

Bastien und seinen Halb- und Beinahegeschwistern reicht‘s: Ständig werden die sieben Kinder zwischen den Elternteilen und anderen Erziehungsberechtigten hin- und herbefördert, beinahe jeden Tag müssen sie woanders schlafen, und alles nur, weil die jeweiligen Mütter und Väter in den vergangenen Jahren nur Hochzeiten und Scheidungen im Kopf hatten. Der Nachwuchs findet aber eines Tages heraus, dass ihm dank einer Erbschaft eine große Wohnung mitten in Paris zur Verfügung steht. Um dort geheim zu leben, tricksen die Kleinen die Großen zunächst aus. Als das nicht mehr funktioniert, stellen sie die Erwachsenen vor vollendete Tatsachen: Ein Herumgereiche wird künftig nicht mehr geduldet und mit einem professionellen Einsatzplan soll in der Kinder-WG für Aufsicht und Betreuung gesorgt werden. Dass es dem Zuschauer mitunter schwerfällt, bei der gebotenen Vielzahl an Charakteren den Überblick zu behalten, gehört wohl zum Konzept, schließlich geht es den Protagonisten ja genauso. Das Ergebnis ist ein manchmal etwas verworrener, insgesamt aber origineller Familienfilm solider französischer Komödienschule.

Kinostart: 17. Mai 2018
Regie: Gabriel Julien-Laferrière
Mit: Teïlo Azaïs, Julie Gayet, Lucien Jean-Baptiste u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 8 J.

Tags: Film , Kino , Kinostart

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