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Ugly Dolls

Peter Hoch · 11.09.2019

© Motion Picture Artwork

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Die unkonventionellen, hässlichen Puppen wagen den Sprung auf die Leinwand in einer viel zu konventionellen Animation.

2001 erfanden Sun-Min Kim und ihr späterer Ehemann David Horvath die erste von heute zahllosen Puppen, deren Markenzeichen ihre beabsichtigte Hässlichkeit ist. Die ursprünglich als Designerobjekt entwickelte Figur wurde zum Verkaufsschlager, seitdem ist jede Menge Merchandising um die „Ugly Dolls“ entstanden. Dazu gehört ab sofort auch ein Kinofilm, der leider in weiten Teilen wie eine lange Produktwerbung anmutet. Die Handlung dreht sich um die pinkfarbene Moxy, die ihren Traum verwirklichen will, endlich Uglyville zu verlassen, um von einem Menschenkind geliebt zu werden. Gemeinsam mit ihren Freunden Lucky Bat, Ugly Dog, Babo und Wage begibt sie sich deshalb ans „Institut der Perfektion“, in dem Schönling Lou das Sagen hat, dem die Neuankömmlinge ein Dorn im Auge sind. Eine Flut eingedeutschter Popsongs, die kunterbunte Optik und eine überschaubare Geschichte mit der universellen Botschaft à la „du wirst geliebt, egal wie du aussiehst“ machen aus „Ugly Dolls“ einen gerade noch annehmbaren Film für Kinder unter acht Jahren, Ältere dürften sich aber schnell genervt oder gelangweilt abwenden.

Ugly Dolls

Kinostart: 3. Oktober 2019
Regie: Kelly Asbury
Mit den Stimmen von: Lina Larissa Strahl, Rubina Nath, Konrad Bösherz u. v. a.
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 4 Jahren

Tags: Animationsfilm , Kinderfilm , Tobis

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