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Tolle Tierdoku: Maleika

Nadine Lente · 08.10.2017

© Camino Filmverleih

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Am 12. Oktober kommt ein bildgewaltiger, beeindruckender Dokumentarfilm über eine Gepardenfamilie in die Kinos. Die Libelle hat ihn sich schon einmal angesehen.

Alleinerziehende haben’s nicht leicht. Doch während Menschen diese Lebensform nicht von vornherein vorbestimmt ist, lässt die Natur Gepardinnen gar keine Alternative. Während Löwen-Mama dem desinteressierten Löwen-Papa den gemeinsamen Nachwuchs wenigstens noch präsentieren darf, macht sich Papa Gepard quasi direkt nach der Zeugung vom Acker. Mit diesem Wissen im Hinterkopf umso beeindruckender ist der Überlebenskampf im bildgewaltigen Dokumentarfilm „Maleika“ der gleichnamigen Geparden-Mama, die (anfangs ...) gleich sechs Junge 18 Monate liebevoll durchs Leben begleitet. Füttern, beschützen, belehren, umsorgen – und das alles in der zwar freien, aber rauen Wildnis Afrikas. Während Maleika jagen muss, um ihre Jungen zu ernähren, ist keiner da, der diese vor natürlichen Feinden wie Hyänen, Löwen oder auch mies gelaunten Büffeln beschützt Löwen oder auch mies gelaunten Büffeln beschützt. Nicht immer ist Beute verfügbar, manchmal verletzt sich Maleika sogar lebensgefährlich beim verzweifelten Versuch, ein eher ungeeignetes Beutetier zu fangen. Und es gibt Situationen, in denen das Überleben der liebenswerten Familie ohne Ausweg zu sein scheint. Am Ende lautet jedoch immer das Motto: Egal, was passiert, aufgeben ist keine Lösung! Wahnsinnig viele, beeindruckende Tierbilder und eine Mut machende Botschaft – ein toller Dokumentar-Film für alle Tierliebhaber trotz, oder gerade wegen, der vielen Jagd- und Kampfszenen. Übrigens: Ein ebenfalls sehenswerter Fotoband zum Film ist jetzt im riva Verlag erschienen.

Kinostart: 12. Oktober
Regie: Matto Barfuss
Sprecher: Max Moor
FSK-Freigabe: 0, Libelle-Empfehlung: ab 5 J

Tags: Kinofilm

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