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Storm und der verbotene Brief

Tina Adomako · 30.03.2017

© Farbfilm Verleih GmbH / Ricardo Vaz Palma

© Farbfilm Verleih GmbH / Ricardo Vaz Palma

Ein Film, passend zum Luther-Jubiläumsjahr, der Einblicke in die religiöse Stimmung in Europa zur Zeit der Reformation gibt.

Der Film ist so düster wie die Zeit, in der die Story spielt. Es ist das Jahr 1521 und der 12-jährige Storm lebt mit seiner Familie in Antwerpen, wo sein Vater Klaas eine Druckerei betreibt. Seine Mutter ist eine fromme Katholikin, die nicht nur regelmäßig  mit der ganzen Familie die heilige Messe besucht, sondern auch an den Ablasshandel glaubt und dafür das Familienbudget strapaziert.
Es sind die ersten Jahre der Reformation und Luther prangert in seinen Briefen genau diese Praktiken der Kirche an. Luthers Lehren sprechen Klaas sehr an und er druckt und verbreitet heimlich die Briefe des Reformators. Damit bringt er sich in große Gefahr, denn der katholische Inquisitor verfolgt gnadenlos alle, die Luthers Worte glauben. In einer nächtlichen Razzia wird Klaas verhaftet und in den Kerker geworfen, wo er seiner Hinrichtung entgegensieht. Storm flüchtet mit der Druckplatte des verbotenen Lutherbriefs, versteckt sich in den Katakomben der Stadt, wo er das Waisenmädchen Mareike trifft. Dieses toughe Girl, halb Rote Zora, halb Pippi Langstrumpf, hilft die düstere Anfangsstimmung in der zweiten Hälfte des Films etwas aufzulockern. Sie versteckt Storm vor dem Inquisitor und schmiedet mit ihm einen Plan, um Klaas zu retten. Etwas anspruchsvollere Unterhaltung und besonders für Kids, die demnächst konfirmiert werden, ein empfehlenswerter Film.

 
Kinostart: 23. März

Tags: Kino

Kategorien: Freizeit , Lesen Hören Sehen