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So macht Lesen Spaß

Eva Rüther · 03.07.2019

© Ranta Images

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In der Juniausgabe der Libelle widmen wir uns ausführlich dem Thema „Lesen“. Hier einige der Tipps, wie auch Lesemuffel die Nase ins Buch kriegen.

So schön das Eintauchen in spannenden Lesestoff auch ist – manchmal findet der Sohn oder die Töchter einfach keinen Draht zu Büchern. Da hilft nur vorsichtiges Schmackhaft-Machen, denn Stress soll Lesen ja nun gerade nicht sein. Es geht schon im jüngsten Alter um eine schöne Lese-Situation:

  • Der Vorleser kann es sich mit dem Kind richtig gemütlich machen mit vielen Kissen, schönem Licht.
  • Vielleicht gibt es ja auch mal lustige Lese-Orte: unter einem Baum, in der Hängematte, mit einer Taschenlampe.
  • Lesen ist auch Alltag – das Kind kann beim Einkaufen, in der Stadt Schilder und Plakate vorlesen, ein Rezept für den Kuchen, die Gebrauchsanweisung für ein Spiel.
  • Vielleicht sind Comics, Magazine, Zeitschriften spannender und wegen der kürzeren Texte leichter.
  • Toll sind auch Zeitungen; es gibt auch hier Themen, die für Kinder passend sind, und ein Artikel über den Lieblingsverein findet sich bestimmt.
  • Wenn das (dicke) Buch gelesen wird, geht es anschließend in den passenden Kinofilm – auch das kann ein Anreiz sein.
  • Ganz tolle Tipps gibt es auch hier: Einfach vorlesen

In der Region Düsseldorf und Umgebung kümmern sich einige ehrenamtliche Vereine sehr rührig um das Thema „Lesen“;

Kinderstiftung „Lesen bildet“: Bildung soll neben Wasser, Feuer, Erde, Luft das fünfte Element sein. Deshalb setzt sich die Stiftung im Rhein-Kreis Neuss und Düsseldorf dafür ein, die Lust am Lesen bei Kindern und Jugendlichen zu wecken und Zeitungen, Zeitschriften Bücher und digitale Lesemedien für alle erreichbar zu machen. Die Stiftung bildet unter anderem Vorleser für Grundschulen und Büchereien in Seminaren aus, beteiligt sich mit Aktionen am bundesweiten Vorlesetag und beim 10. Düsseldorfer Lesefest.
www.kinderstiftung-lesen-bildet.de

Düsseldorfer Lesebande: Im Jahr 2007 gründeten engagierte Leseförderer das Projekt der Düsseldorfer Stiftung „Pro Ausbildung“. Ziele des ehrenamtlichen Netzwerks: Vermittlung von Lesekompetenz und Lust am Lesen in Kitas, Familien- und Stadtteilzentren und Schulen. Projekte sind unter anderem „Düsseldorf liest vor“ und multikulturelle Angebote. Zum bundesweiten Vorlesetag werden mehr als 250 Düsseldorfer als Vorleser entsendet. Die Lesebande ist das größte lokale Lesenetzwerk in Nordrhein-Westfalen.
www.leseban.de

„Düsseldorf liest vor“: Die Initiative gründete sich 2005 und hat das Ziel, durch ehrenamtliches Engagement, intensive Zusammenarbeit und Vernetzung mit städtischen Institutionen die eigene Begeisterung für Bücher an junge Menschen im Kindergarten- und Grundschulalter weiterzugeben.
www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/bibliotheken/kinder-und-jugendbibliothek

„Mentor – Die Leselernhelfer Düsseldorf“: Diese Initiative von Freiwilligen möchte seit 2010 bei Kindern die Freude am Lesen wecken. Dies gilt besonders für diejenigen, die individuell beim Lesen und Schreiben der deutschen Sprache gefördert werden müssen. Daher bietet der Verein Kindern, die Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache haben, die regelmäßige individuelle Unterstützung durch einen geeigneten Erwachsenen als Mentoren an, meist während der Schulzeit.
www.mentor-duesseldorf.de

„VORlesen in Neuss – VORNE“: An der Vorleseinitiative “VORlesen in Neuss – VORNE” der kirchlichen öffentlichen Büchereien in Neuss sind die Freiwilligenzentrale Neuss, das Bildungswerk Edith-Stein-Forum, die Bürgerstiftung Neuss, die Stadtbibliothek Neuss, das Kulturamt Neuss, das Netzwerk „Vorlesen“ der Stiftung Lesen und die Kinderstiftung „Lesen bildet“ in Neuss beteiligt. Ziel ist es, Seminare für Menschen zu organisieren, die gern ehrenamtlich vor einer Gruppe, in einer Kindertagesstätte oder Bücherei vorlesen möchten.
www.freiwilligenzentrale-neuss.de

Eine tolle Zusammenstellung von Projekten und Ideen – nach Bundesländern eingrenzbar – findet sich hier:
Lesen in Deutschland

Viel los in den Büchereien
Unzählig viele Bibliotheken bieten nicht nur sorgfältig zusammengestellte Bücher für Kinder ab Vorlese- bis ins Jugendalter an, sondern locken mit unterschiedlichen Angeboten: Es gibt die Papa-Zeit, Schreibprojekte, Aktionen für Lesezwerge, Nacht der Bibliotheken, Bilderbuchkinos, Thementagen zu Märchenwelten, internationale Kinderbücher … Meistens haben die Büchereien für Kinder kuschelige Sitzecken eingerichtet, damit sich die Kleinen ganz in Ruhe mit den Büchern beschäftigen können. Wer sich erkundigt, wird überrascht sein!

Wer noch mehr zum Thema „Lesen“ erfahren möchte, besorgt sich am besten die aktuelle Libelle 06/2019 oder liest hier weiter:

Juni-Ausgabe der Libelle 2019

Tags: Lesen , Stadtbücherei , Vorlesen

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