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Sieben Minuten nach Mitternacht

Tina Adomako · 03.05.2017

© Impuls Pictures AG

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Die Verfilmung „Sieben Minuten nach Mitternacht“ folgt den Fußstapfen der Buchvorlage - ist aber nichts für ängstliche Gemüter.

Auch Patrick Ness’ gleichnamiger Jugendroman heimste zahlreiche internationale Literaturpreise ein, bei uns den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012. Dabei ist der Film "Sieben Minuten nach Mitternacht" eher etwas für Jugendliche ab etwa 15 Jahren. Denn obwohl viele Kinder Monster- und Gruselgeschichten mögen, könnten die düsteren Bilder und der teils sehr laute Soundtrack jüngere Zuschauer überfordern. Punkt sieben Minuten nach Mitternacht stampft das Baummonster den Hang hinunter und besucht den zwölfjährigen Conor. Der Titelheld jedoch hat mehr Angst vor seinen eigenen Albträumen als vor dem Monster. Denn dieses ahnt Dinge, die Conor erst in einem schmerzhaften Prozess bewusst werden. Im Film geht es vordergründig um die tödliche Krankheit von Conors Mum und die düstere Stimmung, die herrscht, wenn der Tod ums Haus schleicht. Außenseitertum, Mobbing, ein abwesender Vater und das Leben eines Kindes, das wenig zu lachen hat, sind die Themen. Die unendlich traurige und sehr rührende Geschichte lässt am Ende die Hoffnung aufkeimen, dass jedes Kind die Stärke in sich trägt, sein Leben zu meistern.

Kinostart: 4. Mai
Regie: Juan Antonio Bayona
Mit: Lewis MacDougal, Sigourney Weaver, Felicity Jones, Toby Kebbell, Liam Neeson u. v. a.
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren, Libelle-Empfehlung: ab ca. 15 Jahren

Tags: Kino

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