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Punkten mit Punto

Eva und Jürgen Karla · 08.03.2022

© Jürgen Karla

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Kann ich bei den Mitspielenden vielleicht mit einer hohen Karte eine Reihe verhindern? Oder sogar selbst eine Zwickmühle aufbauen?

Punto ist ein unscheinbares Kleinod, an dem wir im Spieleladen viel zu schnell vorbeilaufen. Es kommt mit 72 quadratischen Karten daher, auf denen ein bis neun farbige Punkte abgebildet sind. Damit bilden wir eine gemeinsame Auslage auf dem Spieltisch. Ziel ist es, mit unserer Farbe eine durchgehende Reihe ausliegender Karten zu erreichen. Dazu dürfen wir reihum eine Karte unserer Farbe entweder neben eine bereits liegende Karte platzieren oder eine Karte überdecken. Letzteres geht nur, falls auf der eigenen Karte mehr Punkte abgebildet sind als auf der zu überdeckenden Karte. Der Kniff, der die Spannung reinbringt: Die Karten dürfen nur in einem 6 x 6 großen Raster ausgelegt werden. Möglicherweise freuen wir uns zu früh, wenn wir anfänglich die Neuner-Karten ziehen und auslegen können – und ärgern uns, falls die Mitspielenden dann schnell die Karten so auslegen, dass die schöne Neun plötzlich ganz am Rand liegt. Sie wäre doch in der Mitte so viel besser gewesen ... Manchmal geht eine Runde ganz schnell – wenn nämlich jemand früh mehrere hohe Karten hintereinander zieht. Dagegen kommt man kaum an. Deswegen wird Punto über mehrere Runden gespielt, best-of-3 oder best-of-5 wird es bei uns meistens. Punto funktioniert generationenübergreifend: Eltern gegen Kinder, Kind gegen Oma oder die Kinder untereinander. Es kommen schnell Dutzende Partien zusammen. Da schlägt Punto mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis ziemlich viele andere Aktivitäten.

 

Punto

von Bernhard Weber
erschienen bei Game Factory 2018
für 2 bis 4 Spielende ab 7 Jahren
Spieldauer ca. 20 Minuten, Euro 5,99

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Tags: Freizeit , Spiel

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