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Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel

Tina Adomako · 13.02.2017

© Little Dream Entertainment

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Spielsucht, Fantasywelten und eine kleine Liebesgeschichte sind die Themen in dem Kinderfilm "Offline", der Sequenzen aus einem Computerspiel in den Realfilm integriert.

Am liebsten hockt der 17-jährige Jan vor seinem Computer, wo er stundenlang in die Rolle des wagemutigen Kriegers Fenris schlüpft, sich in Fantasywelten bewegt und ein Gaming-Level nach dem anderen erklimmt. Statt sich auf Schule und Noten zu konzentrieren, bereitet sich Jan gerade für das große Online-Turnier „Schlacht um Utgard“ vor. Da kommt das Online-Verbot seiner Mutter ganz ungelegen, und als dann auch noch sein Laptop gehackt wird, ist Jan kurz vor dem Durchdrehen. Doch dann trifft er im echten Leben die herrlich verrückte Karo, die ihm schon virtuell begegnet ist. Gemeinsam machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise, um Jans gehackte Identität wieder herzustellen. Der Mix aus Realfilm und Online-Rollenspiel integriert Gaming-Sequenzen in eine Filmhandlung und thematisiert die Verschmelzung zwischen Realität und virtueller Welt und die daraus resultierende Schwierigkeit, sich in der wirklichen Welt zurechtzufinden. Für Erwachsene, die nichts mit Online-Gaming anfangen können, ist dieser Film ein Eye-Opener, für Kinder ist er ein spannender Jugendfilm mit Helden und Themen, mit denen sie sich identifizieren können (Schwarzfahren, Trampen, Eltern austricksen, Stress mit dem besten Kumpel haben, sich verlieben …). "Offline" wurde auf dem CineKid Festival als bester Jugendfilm ausgezeichnet und erhielt auch den Leo 2016 als bester Kinder und Jugendfilm.

Regie: Florian Schnell
Mit: Moritz Jahrn, Mala Emde u. v. a.
FSK-Freigabe: ab 6 J., Libelle-Empfehlung ab ca.10/11 J.

Tags: Film , Kino

Kategorien: Freizeit , Lesen Hören Sehen