Lesen Hören Sehen

7 Wonders Architects

Eva und Jürgen Karla · 24.02.2022

© Jürgen Karla

© Jürgen Karla

Imposante Weltwunder errichten, ohne stundenlanges Grübeln, mit vielen bedeutsamen Entscheidungen ... Wen diese Attribute ansprechen, ist mit dem Spiel bestens versorgt.

Bei „7 Wonders Architects“ geht es darum, innerhalb von knapp 25 Minuten imposante Weltwunder zu errichten. Das klingt kompliziert, spielt sich jedoch ganz einfach. Der Spielaufbau ist binnen Sekunden erledigt ist. Dann wählt jeder eine von drei zur Verfügung stehenden Karten und spielt diese aus. Zwischen den Mitspielenden liegt dazu jeweils ein Kartenstapel offen aus. Links und rechts von mir kann ich also ziehen. Gefallen mir die offen liegenden Karten nicht, oder helfen Sie mir aktuell nicht beim Bau meines Weltwunders, ziehe ich von einem zentralen Kartenstapel. Hier liegen die Karten jedoch verdeckt, so dass ich ein wenig auf „die richtige“ Karte zocken muss. Grundsätzlich helfen mir jedoch alle Karten weiter, es gibt bei „7 Wonders Architects“ keine Bestrafung für eine schlechte Wahl. Dieser Aspekt macht es gerade für die mitspielenden Kinder – aber auch für uns Erwachsene – zu einem rundum gelungenen Erlebnis.

Weltwunder in 25 Minuten

Um dann mit dem Spiel loszulegen, muss nur noch erläutert werden, dass es fünf unterschiedliche Kartentypen gibt: Graue Karten sind Ressourcen – gelbe Münzen dienen als Joker –, blaue Karten geben Siegpunkte, grüne Wissenschaftskarten bringen mir dauerhafte Sonderfähigkeiten oder Boni und rote Karten bringen mir Siegpunkte, wenn ich in bestimmten Situation im Spiel mehr davon habe, als meine jeweiligen Sitznachbarn. Die grauen Ressourcenkarten benötige ich für die Bauabschnitte meines Weltwunders und stehen dadurch natürlich im Fokus. Alle Mitspielenden erhalten zu Spielbeginn ein kleines Kästchen, in dem das Spielmaterial enthalten ist: Die fünf Bauabschnitte des Weltwunders als Papplättchen, sowie einen Stapel Karten. Auf dem Kästchen steht eine Bonusregel, die beim Abschluss einzelner Bauabschnitte Vorteile bringt. Fertig. In die Mitte des Spieltisches gehören dann noch der zentrale Kartenstapel, sowie ein paar Pappmarker. Los geht’s.

Spin-Off

Der Autor hat mit „7 Wonders“ seinerzeit den Preis Kennerspiel des Jahres gewonnen. Nun kommt – wie wir das aus Kino und Fernsehen kennen – das Spin-Off. „Architects“ richtet sich mit seiner niedrigen Einstiegshürde an Familien, die schnell losspielen möchten, einen kurzen und knackigen Wettstreit suchen und sich an schönem Spielmaterial erfreuen möchten. Und das passt für uns. Die Töchter werden damit an Spiele mit spannenden Entscheidungen herangeführt – und wenn die Kartenstapel mal nicht mit den notwendigen Quäntchen Glück dienen können, ist immer Platz und Zeit für eine Revanche.

7 Wonders Architects

ab 8 Jahren


Antoine Bauza, Repos Production (Vertrieb: Asmodee), 2 – 7 Spielende, 25 Minuten, 34,99 Euro

Bildrechte: Asmodee

Tags: Freizeit , Lesen Hören Sehen , Spiel

Kategorien: Lesen Hören Sehen