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Ein Sack voll Murmeln

Peter Hoch · 22.08.2017

© Weltkino Filmverleih

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Im Zweiten Weltkrieg flüchten zwei jüdische Brüder von Paris nach Südfrankreich, in der Hoffnung, dem Holocaust der Nazis zu entgehen.

Frankreich 1941: Der Norden und der Westen der „Grande Nation“ sind von den Nazis besetzt, im Süden hat das Marionetten-Regime von Vichy unter deutscher Anleitung das Sagen. Die Gesetze der Invasoren gelten somit auch in Paris und immer häufiger kommen antisemitische Erlässe zum Tragen, durch die die jüdische Bevölkerung letztlich ausgelöscht werden soll. Ein furchtbares Schicksal droht auch den Joffos, weshalb die Eltern von vier Söhnen zu dem Schluss kommen, dass ihren beiden Jüngsten, Joseph und Maurice, die Flucht in den zumindest etwas sichereren Süden des Landes am ehesten auf sich gestellt gelingen könnte. Die zehn und zwölf Jahre alten Jungen erleben in den folgenden drei Kriegsjahren bis zur Befreiung durch die Alliierten eine Odyssee voller Leid, Strapazen und Angst, in der sich aber auch immer wieder Momente des Glücks, der Liebe und der Hoffnung einstellen. Basierend auf dem in Frankreich sehr bekannten, autobiografischen Roman von Joseph Joffo erzählt der Film eine aufwühlende, bewegende und wahre Geschichte, die bereits Teenagern das Grauen der damaligen Zeit auf altersgerechte Weise vor Augen führt.

Kinostart: 17. August
Regie: Christian Duguay
Mit: Dorian Le Clech, Batyste Fleurial, Patrick Bruel u. v. a.
FSK-Freigabe: ab 12 J., Libelle-Empfehlung: ab 12 J.

Tags: Film , Holocaust

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