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Die Reise der Pinguine 2

Peter Hoch · 05.11.2017

© Daisy Gilardini 2016

© Daisy Gilardini 2016

Die Fortsetzung der Erfolgsdoku von 2005 zeigt spektakuläre neue Bilder aus der Antarktis und kommt ohne alberne Tierstimmen aus.

Im Bereich des Dokumentarfilms sind gewöhnlich weder kommerzielle Erfolge noch Fortsetzungen an der Tagesordnung. Luc Jacquets „Die Reise der Pinguine“ bildet bei beiden Aspekten eine Ausnahme: Mehr als zehn Jahre nach seinem von Millionen Menschen bestaunten und oscargekrönten Debüt legt der Naturfilmer nach und lässt die Zuschauer erneut in die weiß-blaue Welt der Antarktis und ihrer faszinierendsten Bewohner, der Pinguine, eintauchen. Dabei verzichtet er diesmal dankenswerterweise auf alberne Tierstimmen und unpassende Musik und lässt lediglich einen Erzähler das Gezeigte kommentieren, begleitet von meist unaufdringlicher Orchestermusik. Mit Hilfe neuester Technik glücken ihm nicht nur atemberaubend schöne, kristallklare Aufnahmen zu Lande, sondern auch unter Wasser, wo die Pinguine durch eine fremdartige, stille Welt gleiten. Schade ist allerdings, dass Szenen aus Teil 1 für eine überflüssige Dramaturgie recycelt wurden – hier wäre weniger mehr gewesen. Dem Gesamtgenuss tut dies jedoch kaum Abbruch und gebannt wohnt man der Aufzucht der flauschigen Jungpinguine und ihrem Weg zum Meer bei. (ph)

Kinostart: 2. November
Regie: Luc Jacquet
Mit der Erzählerstimme von Udo Wachtveitl
FSK-Freigabe: ab 0 J, Libelle-Empfehlung: ab 6 J.

Tags: Kinofilm , Pinguine

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