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Der junge Häuptling Winnetou

Peter Hoch · 09.08.2022

© Warner Bros. Germany

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Wie hätte es ausgesehen, wenn Karl Mays berühmter Apachenhäuptling schon als Kind ein Abenteuer erlebt hätte? Dieser Film verrät es!

Die USA Mitte des 19. Jahrhunderts: Häuptlingssohn Winnetou gehört dem Stamm der Apachen an und ist mit seinen zwölf Jahren schon ein vielversprechender Krieger. Nach Ansicht seines Vaters mangelt es ihm aber noch an Gemeinschaftssinn und Ehrgefühl. Als Winnetou den gleichaltrigen Pferdedieb Tom gefangennimmt, sieht er seine Chance gekommen, sich zu beweisen. Denn die Büffel bleiben aus und Tom scheint zu wissen, wo die Tiere sind. Die klischeehaften Wild-West-Romane Karl Mays sind für viele Erwachsene ein Stück Kindheit. Ihnen verpasst diese deutsche Produktion nun eine Verjüngungskur und lässt ihre jungen Protagonisten auf spaßig überzeichnete Banditen, Saloondamen und Gesetzeshüter treffen. Ein Problem könnte der Film anno 2022 allerdings leider haben: In Zeiten, in denen Kinder nicht einmal mehr als spielerische Hommage in die Rollen inspirierender Heldenfiguren schlüpfen sollen, wenn diese einer anderen ethnischen Gruppe angehören – Stichwort „kulturelle Aneignung“ – dürften weiße Darsteller, die amerikanische Ureinwohner verkörpern, manchen Eltern ein Dorn im woken Auge sein.

Der junge Häuptling Winnetou

Kinostart: 11. August

Ab 7 Jahren

Regie: Mike Marzuk | Mit: Mika Ullritz, Milo Haaf, Lola Linnéa Padotzke u. v. a. | FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 7 J.

Tags: Filme , Lesen Hören Sehen

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