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Der Bär in mir

Peter Hoch · 29.10.2020

Keine Naturdokumentation kam Alaskas Grizzlybären bisher so nahe wie dieser Film, der den Tieren ein faszinierendes Denkmal setzt.

Schon vor einem Jahrzehnt hat Roman Droux mit David Bittner, beide aus Bern in der Schweiz, zusammengearbeitet und über Bittners Reisen in den Süden Alaskas den Dokumentarfilm „Unter Bären“ erstellt. 2013 begleitete der Regisseur den Bärenforscher dann persönlich in den Katmai-Nationalpark, um Bären wie „Luna“, „Balu“ und „Bruno“ bei der Aufzucht ihrer Jungen, dem Warten und Jagen auf Lachse, Revierkämpfen und vielem mehr zu beobachten – und um festzustellen, dass jeder von ihnen ein eigener Charakter ist. Aus dem dabei entstandenen Material hat Droux nun eine spielfilmlange Dokumentation geschaffen, in der der Filmemacher und der Forscher den beeindruckenden Tieren teilweise erschreckend nahekommen. Wichtig ist beiden dabei der Respekt vor den Bären und der Natur, das notwendige Minimum an Sicherheit und die Botschaft, das Bild vom gefährlichen Menschenfresser aus den Köpfen des Publikums zu vertreiben. Naturinteressierte Kinder, Jugendliche und Familien dürfen sich über eine faszinierende Doku als Ergebnis freuen, manch beunruhigende Szene ist allerdings nichts für schwache Nerven und allzu zart Besaitete.

Der Bär in mir

Kinostart: 15. Oktober
Regie: Roman Droux
Mit Roman Droux, David Bittner und der Erzählstimme von Marcus Signer
FSK-Freigabe: ab 6 Jahren I Libelle-Empfehlung: ab 8 Jahren

 

Tags: Der Bär in mir , Dokumentation , Filmagentinnen

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