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Das Wunder von Marseille

Peter Hoch · 11.10.2019

© 2019 Wild Bunch

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Die wahre Geschichte des französischen Junioren-Schachmeisters Fahim Mohammad aus Bangladesch in Spielfilmform.

2008 herrscht Ausnahmezustand in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, weil sich Regimegegner Kämpfe mit der Polizei liefern. Mittendrin und auf Seiten der Demonstranten steckt der Feuerwehrmann Nura Mohammad (Mizanur Rahaman), der deshalb bald um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Schweren Herzens macht er sich gemeinsam mit seinem Sohn Fahim (Ahmed Assad) ohne seine Frau und die anderen Kinder auf die beschwerliche Reise nach Paris, in der Hoffnung, dort Asyl zu erhalten und die anderen nachzuholen. Das bildet den Rahmen einer auf wahren Ereignissen basierenden Geschichte, in deren Mittelpunkt der achtjährige Fahim steht, der am Ende zum französischen Junioren-Schachmeister von 2012 werden wird. Eine wichtige Rolle dabei spielt der grantige, aber gutherzige Schachtrainer Sylvain Charpentier (Gérard Depardieu), den Nura ausfindig macht und der nach einigen Startschwierigkeiten Fahims Talent zu fördern versteht. In die recht klassische Wunderkind-Story fließen Themen wie die Flüchtlingsproblematik und Sprachbarrieren ein, was dem Wohlfühlfilm etwas mehr Erdung und Relevanz verleiht.

 
Das Wunder von Marseille

Kinostart: 7. November
Regie: Pierre-François Martin-Laval
Mit: Ahmed Assad, Gérard Depardieu, Isabelle Nanty u. v. a.
Libelle-Empfehlung: ab 9 Jahren

Tags: Das Wunder von Marseille , Kinderfilm , Realverfilmung

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