Lesen Hören Sehen

Chaos im Netz

Peter Hoch · 23.01.2019

© The Walt Disney Company

© The Walt Disney Company

In der in jeder Hinsicht gelungenen Fortsetzung von Disneys „Ralph reicht’s“ von 2012 werden Ralph und Vanellope ins Internet gebeamt.

In der Videospielwelt, die Randale-Ralph und seine beste Freundin Vanellope von Schweetz ihr Zuhause nennen, schrillen die Alarmglocken: Draußen, im realen Leben, ist das Lenkrad zerbrochen, mit dem man Vanellopes Rennspiel „Sugar Rush“ steuern kann, und Ersatz muss her, damit die freche Raserin nicht in Vergessenheit gerät. Abhilfe soll das Internet schaffen, wo die beiden online nach Ersatz suchen können. In den Weiten des WWW begegnen sie allerlei verrückten neuen, aber auch bekannten Figuren, teilweise aus dem umfangreichen Disney-Fundus inklusive Pixar, Star Wars, Marvel und den Muppets. Es gibt sicher klügere Marketingentscheidungen, als im deutschen Filmtitel des 57. Disney-Meisterwerks auf jegliche Verbindung zum gelungenen Vorgänger „Ralph reicht’s“ von 2012 komplett zu verzichten. Das ändert aber nichts daran, dass „Ralph Breaks the Internet“, so der Originaltitel, ein ganz hervorragender, ebenso witziger wie bewegender Animationsfilm geworden ist. Disney ist hier sowohl in kreativer wie auch in visueller Hinsicht erneut ein großer Wurf geglückt, der die Konkurrenz alt aussehen lässt.

Kinostart: 24. Januar
Regie: Rich Moore, Phil Johnston
Mit den Stimmen von: Christian Ulmen, Anna Fischer u. v. a.
FSK-Freigabe: stand bei Redaktionsschluss nicht fest, Libelle-Einschätzung: ab 6 Jahren

Kategorien: Lesen Hören Sehen