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Bibi und Tina – Tohuwabohu total

Tina Adomako · 06.03.2017

© DCM Filmdistribution

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Aktuelle Themen wie Flucht, der Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungs bilden den Hintergrund für den neusten Bibi-und-Tina-Film.

Nach dem dritten Film sollte eigentlich Schluss sein, doch nun geht eine der erfolgreichsten Kinderfilmreihen Deutschlands in die vierte Runde. Kontinuierlich sind die Besucherzahlen gestiegen, von 1,1 Millionen Kinobesuchern beim Leinwanddebüt auf zwei Millionen beim letzten Film „Mädchen gegen Jungs“. Leicht politisch wird es im neusten Kinoabenteuer der hexenden Bibi und ihrer Freundin Tina, in dem aktuelle Themen wir Flucht und der Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen behandelt werden. Es kommt ganz viel auf einmal: ein Mädchen aus Albanien auf der Flucht vor ihren Cousins und einer Zwangsheirat, zwei Brüder aus Syrien, die ohne Eltern vor dem Krieg geflüchtet sind und nun auf ein besseres Leben in Deutschland hoffen, und eine Musikergruppe aus Mali, die ein Konzert geben möchte. Sie alle treffen auf Burg Falkenhorst zusammen, wo der Culture Clash für jede Menge Tohuwabohu – und die Fortschreibung von Klischees – sorgt. (So grinsen die Afrikaner und trommeln, die Albaner sind rückständig, protzig und leicht debil.) Doch immerhin werden junge Kinobesucher mit globalen Fragestellungen wie die Unterdrückung von Mädchen, das Recht auf Selbstbestimmung und der Wunsch nach einem Leben in Freiheit konfrontiert. Schön, wenn man Jugendliche für diese Themen gewinnen kann. Selbst wenn man sie dafür in das stets gut gelaunte Bibi-und-Tina-Format packen muss ...

 

Regie: Detlev Buck
Mit: Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Lea van Acken, Emilio Moutaoakkil, Salah Massoud u. v. a.

Tags: Bibi & Tina , Film , Kino

Kategorien: Freizeit , Lesen Hören Sehen