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Alfons Zitterbacke: Das Chaos ist zurück

Peter Hoch · 18.03.2019

© Edith Held

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In der Neuverfilmung einer in der DDR populären Kinderbuch-Trilogie will ein nerdiger Zehnjähriger die beste Rakete bauen.

Schüler Alfons Zitterbacke leidet unter seinem albern klingenden Nachnamen. Noch mehr macht dem Zehnjährigen allerdings zu schaffen, dass seine Begeisterung für die Raumfahrt weder von seinen Eltern, Mitschülern noch Lehrern ernst genommen wird. Besonders der schnöselige Nico hat es auf ihn abgesehen und nutzt jede Gelegenheit, um ihn herunterzuputzen. Als ein großer Fluggeräte-Wettbewerb ausgerufen wird, setzen Alfons und seine einzigen Freunde Emilia und Benni alles daran, den anderen endlich zu zeigen, was sie können. In der DDR waren die beiden 1958 und 1962 erschienenen „Alfons Zitterbacke“-Bücher von Gerhard Holtz-Baumert äußerst populär, ebenso ein darauf basierender Defa-Spielfilm und eine sechsteilige Ost-TV-Serie. Im Westen blieb all das weitestgehend unbekannt, was auch für das erst 1995 veröffentlichte dritte und letzte Buch gilt. Dieser neue, sehr klassisch erzählte und gut besetzte Kinderfilm transportiert den ohnehin schon recht zeitlosen Charakter und dessen sympathische Pechvogel-Geschichte in die Gegenwart, Happy-End inklusive natürlich.

Kinostart: 11. April
Regie: Mark Schlichter
Mit: Tilman Döbler, Leopold Schill, Alexandra Maria Lara, Devid Striesow, Lisa Moell u. v. a.
Libelle-Empfehlung: ab 6 Jahren

Tags: Film , Film Besprechung , Filmstart April 2019 , Kino

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