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Ailos Reise – Große Abenteuer beginnen mit kleinen Schritten

Peter Hoch · 22.02.2019

© Nordisk Film Production A/S.

© Nordisk Film Production A/S.

Der Dokumentarfilm entführt in Europas hohen Norden und begleitet das Rentierjunge Ailo während seines ersten Lebensjahrs in Lappland.

Rentiere kennen viele vor allem als treue Schlittenzieher des Weihnachtsmanns aus Trickfilmen und Kinderbüchern. Wie diese Hirschtiere, von denen es zumindest in Westeuropa nur noch wenige Herden gibt, in Lappland im hohen Norden Skandinaviens aber tatsächlich leben, blieb auch aufgrund der dortigen extremen Witterungsbedingungen multimedial bisher relativ unerschlossen. Der französische Naturdokufilmer Guillaume Maidatchevsky füllt diese Lücke nun mit „Ailos Reise“. Dafür hat er sich zwar für das mitunter verschmähte putzig-erzählerische Format entschieden, in dem der Protagonist einen Namen und eine nicht immer chronologisch authentische Reisegeschichte verpasst bekommen hat. Bei seinen eindrucksvollen Aufnahmen von schneebedeckten Winterwäldern und grünen Sommerweiden samt ihrer Bewohner – neben den Rentieren fängt die Kamera auch das muntere Treiben von Polarfüchsen, Eichhörnchen, Hermelinen, Hasen und Lemmingen sowie natürlich der Fressfeinde Vielfraß, Wolf und Bär ein – gibt es aber allerhand zu bestaunen, durch das Ausblenden blutiger Tötungsszenen garantiert auch für die ganze Familie.

Spieltermine für diesen Film auf biograph.de.

 

Kinostart: 14. Februar
Regie: Guillaume Maidatchevsky
Mit der Erzählstimme von Anke Engelke
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung, Libelle-Empfehlung: ab 5 Jahren

Tags: Film , Film Besprechung , Filmstart Februar 2019 , Kino

Kategorien: Lesen Hören Sehen