Kultur

Vom entführten Königskinde: Düsseldorfs Norden

Jan Wucherpfennig · 11.06.2019

© Anton von Werner

© Anton von Werner

Mit der Libelle-Familienführung geht’s in diesem Monat nach Kaiserswerth.

Kaiserswerth ist der Düsseldorfer Stadtteil mit der größten Tradition. Deshalb gibt es auch so viel zu erzählen über das „Dorf“ im Norden der Landeshauptstadt. Unsere Libelle-Familien-Führung mit Jan Wucherpfennig, dem Stadtbilderklärer, startet am Anleger der Weißen Flotte und führt natürlich auch zur Ruine der Kaiserpfalz. Wie ein Krimi hören sich die ersten überlieferten Geschichten rund um die Pfalz an. Beim „Staatsstreich von Kaiserswerth“ entführte ausgerechnet der Kölner Erzbischof den noch minderjährigen deutschen König Heinrich IV, den Nachfolger für den Kaiserthron.

Damit riss sich der Bischof gleichzeitig die Macht für das gesamte Römische Reich Deutscher Nation unter den Kölner Nagel. Lange währte dessen Vormachtstellung allerdings nicht. Heinrich IV nahm mit seiner Volljährigkeit seinen ganzen Einfluss wahr und wurde fortan zu einem der umstrittensten Kaiser der deutschen Geschichte. Berühmt wurde sein „Gang nach Canossa“, mit dem er im Büßerhemd bei Papst Gregor um Verzeihung bat und den er von Kaiserswerth aus startete.  Nach der Verlegung des Rheinzolls nach Kaiserswerth durch Kaiser Friedrich Barbarossa wurde die Pfalz als Gefängnis für den späteren Kaiser Otto IV berühmt. Graf Adolf von Berg belagerte die Festung, stürmte sie und befreite die Gefangenen. Bis zur Neuzeit herrschte selten Frieden in Kaiserswerth.

Libelle-Familienführung Juni 2019


0 bis 99 Jahre
Sonntag, 16.06.2019, 11.30 Uhr
Treffpunkt: Stadtteilbrunnen am Klemensplatz

Unkostenbeitrag: 12 Euro pro Familie (Eltern mit Kindern), Einzelpersonen 7 Euro

Anmeldung bis Donnerstag, 13.06.2019 unter Telefon 0177.484 26 59 oder info@derstadtbilderklaerer.de

Der Stadtbilderklärer

Tags: Der Stadtbilderklärer , Jan Wucherpfennig , Kaiserswerth , Libelle-Familienführung

Kategorien: Kultur