Kultur

Die erste Geige spielen: Tonhalle in den Stadtteilen

Nadine Lente · 14.06.2017

© Susanne Diesner

© Susanne Diesner

„Tonhalle geht aus“: So heißt das Programm für Kinder in den Stadtteilen. Dem Pilotprojekt in Hassels folgte Garath. Auch in der kommenden Spielzeit soll das tolle Projekt fortgesetzt werden.

Ein ganzes Konzertprogramm nur für Kinder: Das können Familien in drei vollgepackten Wochen jede Spielzeit aufs Neue in der Tonhalle erleben. Aber für Familien der Stadtteile, in denen viele weniger gut situierte Menschen leben, ist die Tonhalle gefühlt sehr weit entfernt. Hier setzt das Projekt „Tonhalle geht aus“ an, das kulturelle Teilhabe ermöglichen möchte und deshalb kostenlose Konzerte und Workshops in sozial schwächere Stadtteile bringt. Das Pilotprojekt startete in Hassels; jetzt haben die Künstler der Tonhalle in Kooperation mit Projektpartnern wie der Freizeitstätte Garath erstmalig den Stadtteil Garath „erobert“. In der Workshop-Reihe mit Kindergartenkindern im Alter von drei bis fünf Jahren werden die Kleinen zu großen Musikern und dürfen selbst einmal die erste Geige spielen. Für alle Veranstaltungen hat die Freizeitstätte Garath nach Verfügbarkeit kostenlose Eintrittskarten vergeben. Die Abschlusspräsentation des Projekts „Tonhalle geht aus“ kann beim Garather „Sonnenradfest“ am 18. Juni ohne Eintrittskarte besucht werden. Veranstaltungen und Workshops finden neben einer intensiven Kooperation mit dem Kultur- und Bürgerhaus Freizeitstätte Garath auch in Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten Julius-Raschdorffstraße und der AWO-Kita Spatzennest, mit dem Projekt „Schultüte“ und der Clara-Schumann-Musikschule statt. Die Finanzierung des Projekts hat die Bürgerstiftung Düsseldorf übernommen. „Darüber sind wir sehr froh“, sagt Tonhallensprecherin Julia Kirn. „Das Projekt soll auch in der kommenden Spielzeit in einem anderen Stadtteil fortgeführt werden. Es ist so toll angenommen worden und wir sind alle mit dem Herzen dabei!“

Tags: Tonhalle

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