Karneval

Jana Lehne ist Jugendhoppeditz

Redaktion · 13.01.2020

© Comitee Düsseldorfer Carneval

© Comitee Düsseldorfer Carneval

Die 14-jährige Schülerin Jana Lehne tritt seit bald zehn Jahren zunächst als Kinder-, nun als Jugendhoppeditz auf Düsseldorfer Sitzungen auf.

Libelle: Wie alt bist du, seit wann trittst du als Kinderhoppeditz auf?
Jugendhoppeditz Jana Lehne: Ich bin 14 Jahre alt. In der Session 2010/2011 habe ich bei Pänz en de Bütt angefangen, seit der Session 2012/2013 trete ich erst als Kinder- und seit der Session 2018/2019 nun als Jugendhoppeditz auf.
 
Libelle: Wie bist du dazu gekommen?
Jana Lehne: Meine Nachbarin Barbara Oxenfort hat mich angesprochen, als ich vier Jahre alt war und so hatte ich kurz vor meinem fünften Geburtstag das Casting bei Pänz en de Bütt. Nach den beiden Sessionen als Büttenrednerin hatte mich Barbara Oxenfort gefragt, ob ich Kinderhoppeditz werden möchte.
 
Libelle: Wer bereitet den Text mit dir vor?
Jana Lehne: Die Rede schreibt derzeit Martin Roos, Barbara Oxenfort übersetzt sie ins Düsseldorfer Platt und studiert sie mit mir ein. Ich kann auch Ideen einbringen, aber es müssen Themen sein, die über die gesamte Karnevalszeit aktuell bleiben. Dieses Jahr spreche ich zum Beispiel die Umweltspur, E-Scooter und die Eddys in der Rede an.

Libelle: Musst du beim Vortrag manchmal selbst lachen?
Jana Lehne: Ich finde den Text auf jeden Fall lustig. Aber dass ich beim Vortragen selbst lachen muss, kommt eigentlich nicht vor. Was ich gemerkt habe, ist, dass ich durch die Reden gelernt habe, politische Witze zu verstehen.

Libelle: Kommt die Rede immer gleich gut an?
Jana Lehne: Es gibt so typische Witzstellen, bei denen immer Lacher kommen. Das probieren wir vorher beim Üben aus. Es kommt aber auch manchmal vor, dass im Saal gelacht wird und ich weiß gar nicht genau, warum. Dann warte ich kurz, bevor ich weiterspreche. Auf jeden Fall ist es ein schönes Gefühl für mich, wenn die Leute lachen.
 
Libelle: Wie lang ist dein Auftritt? Wie viele Auftritte hast du insgesamt?
Jana Lehne: Mein Auftritt dauert etwa 15 Minuten, wobei ich vor allem am Wochenende oft auch mehrere Auftritte pro Tag habe. Insgesamt kommen so ungefähr 25 bis 30 Auftritte zusammen.

Libelle: Was sind die schönsten Auftritte für dich?
Jana Lehne: Also, Kneipensitzungen sind sehr schön, aber auch anstrengend. In großen Sälen reagieren die Leute manchmal weniger, weil sie sich mehr an den Tischen unterhalten. Am allerschönsten ist es oft in den Altenheimen: Die alten Menschen verstehen und sprechen Platt und freuen sich so sehr über meinen Auftritt!

Libelle: Hast du Lampenfieber? Was machst du dagegen?
Jana Lehne: Ja, schon - und komischerweise hatte ich früher weniger Lampenfieber. Als ich noch kleiner war, haben die Leute automatisch geklatscht, weil da ein niedliches kleines Mädchen stand. Inzwischen muss ich mich für den Applaus mehr anstrengen. Aber Lampenfieber finde ich nicht schlimm, denn es macht mich besser. Zur Ablenkung höre ich Musik, unterhalte mich oder laufe hin und her - damit mache ich dann allerdings alle anderen verrückt!
 
Libelle: Kannst du wirklich Düsseldorfer Platt?
Jana Lehne: Nein, ich lerne es nur für die Redetexte. Einige Worte prägen sich dadurch natürlich dauerhaft ein, ich verstehe ja auch das allermeiste. Aber neulich haben wir einen älteren Herrn auf der Straße getroffen, der wirklich Platt spricht, richtig schnell und durchgehend. Das ist dann wie eine andere Sprache, ich fand das sehr faszinierend.
 
Libelle: Wie feierst du selbst am liebsten Karneval?
Jana Lehne: Mit meinen Eltern bei den Sitzungen, mit Tom Bauer auf unserem Hoppeditzwagen am Rosenmontag oder auch beim Tonnenrennen in Niederkassel.

Libelle: Jana, danke für das Interview und noch viele schöne Auftritte!

Düsseldorfer Familienkarneval 2020

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Tags: Jana Lehne , Jugendhoppeditz , Kinderhoppeditz

Kategorien: Karneval , Freizeit