Gesundheit

Schutzvisiere aus Düsseldorf

Aus der Redaktion · 13.05.2020

© Cutall / Fabtory

© Cutall / Fabtory

Ist das Visier eine Alternative zum Mundschutz? Eine Düsseldorfer Firmen-Kooperation steigt in die Produktion ein.

Visiere aus durchsichtigem Kunststoff können überall dort eine Alternative zum Mund-Nasen-Schutz sein, wo dieser nicht vorgeschrieben ist – also beispielsweise im privaten Bereich oder aktuell in der Kindernotbetreuung. Zwei Düsseldorfer Unternehmen steigen jetzt in die Produktion ein. Die Firmen Cutall und Fabtory haben wie viele Unternehmen aufgrund von Covid-19 ihre Arbeit zunächst einstellen müssen. Da die Firma Cutall das Know-how in der Verarbeitung von Kunststoffen hat, die normalerweise in der Werbetechnik zum Einsatz kommen, stellte der Eigentümer mit großen privaten Investitionen in kürzester Zeit die Produktion auf die Herstellung von hochwertigen Schutzvisieren um. Damit konnte er nicht nur die eigenen Mitarbeiter*innen, sondern auch technische Angestellte anderer Unternehmen aus der Kurzarbeit in die Vollanstellung zurückzubringen. Die Firma Fabtory steuerte ihr spezielles Wissen und ihre Kreativität zum Schutz vor Covid-19 bei und entwickelte in liebevoller Arbeit die Motiv-Visiere, die nun unter dem Produktnamen „vizziiMe“ auf den Markt kommen.

Schutz vor dem ganzen Gesicht
Die Schutzvisiere bieten Schutz von Mund, Nase und auch Augen – denn auch über deren Schleimhäute können Viren in den Körper eindringen. Das Material ist vollkommen durchsichtig und wölbt sich vorm und auch noch ein Stück seitlich vom Gesicht. Die Visiere sind kein zugelassenes Medizinprodukt, aber man geht davon aus, dass sie in beide Richtungen möglichst effektiv schützen – den sie Tragenden und in gewissem Rahmen auch das Umfeld. Das Produkt ist bereits effektiv in vielen Unternehmen im Einsatz und bietet einen zusätzlichen Schutz gerade in den Bereichen, wo der notwendige Abstand nur schwierig eingehalten werden kann. Gerade auch bei der Arbeit mit jüngeren Kindern können die vizziiMe-Visiere einen bunten und lebensfrohen zusätzlichen Schutz für die Betreuer*innen bieten und kommen spielerisch zum Einsatz, ohne die Kinder zu verängstigen. Zwei Schulen testen die Visiere derzeit für die freiwillige Nutzung durch die Schüler*innen der Abschlussjahrgänge.

vizziiMe-Schutzvisiere

Erhältlich ab Anfang Mai über www.visiersticker.de, Kennwort „Libelle“ eingeben.
Neben wählbaren Designs können auch Sticker-Sets selbstgestaltet werden.

Tags: Gesichtsschutz , Schutzvisier , Visier

Kategorien: Gesundheit , Stadtgeschehen