Freizeit

Springender Spaß auf Trampolin und Co.

Petra Baten · 11.06.2019

© Bettina Schipping

© Bettina Schipping

Was früher die Schaukel im Garten war, ist heute das Trampolin. Die Libelle gibt einen Überblick über Typen und Modelle und listet Trampolinhallen der Umgebung.

Spätestens im Frühsommer sprießen sie aus dem Boden, in Dunkelgrün, Schwarz oder Blau, und sorgen auch in den kleinsten Gärten für die Eroberung der dritten Dimension: die Trampoline. Doch auch wer keinen Garten zur Verfügung hat, muss auf den Sprungspaß nicht verzichten, denn Trampoline gibt’s allerorten. Die Libelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Typen und Möglichkeiten fürs ebenso entspannende und unterhaltsame sowie durchaus auch sportliche Hüpfen.en.

Der Klassiker: Das Gartentrampolin
Der mit der Schaukel konkurrierende, typische Mitbewohner vieler Familiengärten steht am besten auf einem witterungsbeständigen, verzinkten Rahmen mit so vielen Beinen, wie es Gartengröße und Durchmesser hergeben. Mit diesem braucht man es nicht zu übertreiben und mit steigendem Durchmesser des Sprungtuchs sollte die Zahl der Springer auch nicht ansteigen. Denn „Knochenbrüche und Kopfverletzungen geschehen meist, wenn mehr als ein Kind gleichzeitig auf dem Trampolin hüpfen“, weiß Dr. Kristina Weimann-Stahlschmidt. Ferner wird es gefährlich, „wenn Kinder mit großer Differenz des Körpergewichts gemeinsam auf einem Trampolin hüpfen. Dabei kann es durch den Katapult-Effekt zu Wirbelsäulen- und Beckenverrenkungen und Stauchungen kommen, die sowohl kinderorthopädische als auch osteopathische Folgen haben“, warnt die Kinderorthopädin.

Sicherheit geht vor
Weitere wichtige Faktoren für die Sicherheit der sprunglustigen Insassen sind ein gut gepolstertes Gestänge und ein stabiles Sicherheitsnetz, wobei sich auch hier einiges getan hat: Der neue Liebling der Stiftung Warentest wartet nicht nur mit einem elastischen Netz auf, das den Springer vom Netz auf die Fläche zurückwirft, sondern ersetzt die unter anderem als Klemmfalle erkannten Federn am Rahmen mit flexiblem Fiberglas. Wie durch lauter biegsame Angelruten schwingt hier das Sprungtuch federlos und die Geometrie der Konstruktion sorgt dafür, dass kein Springer unsanft auf den Rahmen fällt. Bei allen Gartentrampolinen zahlt sich ein alljährlicher Abbau zur Winterzeit aus. Wer sich diese Arbeit spart, muss damit rechnen, früher oder später Zubehörartikel nachkaufen zu müssen, was allerdings in den Standardgrößen meist auch nach Jahren noch problemlos möglich ist. Meist reicht es aus, Netz, Stangen und Leiter im Spätherbst im Keller einzumotten und draußen verbleibenden Rahmen und Sprungtuch mit einer Abdeckung zu schützen.

Das Unauffällige: Das Bodentrampolin
Wird der Garten umgegraben, ist in den seltensten Fällen der Aufbau eines Trampolins der Grund dafür. Denn zwei gute Gründe sprechen dagegen: Der nicht unerhebliche notwendige Gartenaushub und der final anmutende Charakter dieses Unterfangens, denn so schnell wächst hier kein Gras mehr. Wer dennoch zu Schaufel und Spaten greift oder zum Beispiel bei einem Neubau den sowieso ausgehobenen Garten neu anlegt, sollte wissen: In der Mitte der Sprungfläche muss das Loch unter dem Trampolin mindestens 75 Zentimeter tief und parabelförmig sein. Die schweren Buddelstrapazen werden belohnt mit der unauffälligsten Trampolinvariante, die der Markt zu bieten hat. Denn mit einer Rahmenhöhe von gerade einmal 25 Zentimetern ragt der sprungfähige Bodendecker kaum aus dem Rasen heraus. Und weil das Bodentrampolin ohne Sicherungsnetz auskommt, bleibt sogar der Rundumblick im Garten unbenommen. Außerdem ist trotz des fehlenden Netzes die Verletzungsgefahr bei einem Sturz eher moderat, da der Plumps vom Sprungtuch auf den Rasen in der Fallhöhe gering ist. Oft wartet das Bodentrampolin mit einer kostspieligeren rechteckigen Grundfläche auf, die sich bei anderen Trampolinvarianten nur selten findet. Diese Form ist vor allem für den Profi unverzichtbar, denn sie bietet eine größere Grundfläche, mehr Möglichkeiten für höhere Sprünge und Figuren wie Flickflack und mehr und erlaubt auch ein Training zu zweit, da die Federung den Springer nicht unwillkürlich immer wieder in die Mitte führt.

Der Allrounder: Das Minitrampolin
Ganz ohne Aufbau und Vorbereitung lässt sich die kleine Indoorvariante der Trampoline nutzen, die schnell aufgestellt und platzsparend wieder fortgeräumt ist und in jede Wohnung passt. Vor dem Springen allerdings die Deckenhöhe beachten! Was für den großen Bruder gilt, gilt auch für den Mini: Solange die Bandscheiben mitspielen, ist das Sportgerät für jeden eine Option, um bis in die Fußspitzen in Schwung zu kommen und alle Muskelgruppen zu aktivieren. Das hüpfende Rundumtraining eignet sich als ganzheitliches Cardioprogramm zum Ankurbeln der Durchblutung für jede Alters- und Gewichtsklasse. Denn ein paar Pfunde zu viel fühlen sich in schwingender Bewegung leichter an als rundum geerdet. Und mit Leichtigkeit macht sportliche Betätigung nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für eine gesunde Entspannung. Daher wäre das Minitrampolin auch eine gute Büroergänzung zum Schreibtischstuhl für ein paar gesunde Pausenschwünge zwischendurch. Minitrampoline gibt es in Sprungflächengrößen von 70 bis knapp 100 Zentimeter. Oft ist ein Haltegriff dabei, um ungeübten Springern den Einstieg zu erleichtern. Sind die Standbeine einklappbar, findet die dann schön flache Scheibe zur Aufbewahrung zwischen den Trainingseinheiten sehr gut Platz hinter einem Schrank oder in einer Türnische.

Da lässt es sich gut hüpfen
Ob mit Freunden, Familie oder Kollegen, für den Kindergeburtstag oder die Firmenfeier: Im Trampolinpark kommen alle auf ihre Kosten, denn abwechslungsreich ist das Sprungangebot bei jedem Anbieter. Die Parcours sind anspruchsvoll und machen Laune, für Anfänger ebenso geeignet wie für fortgeschrittene Hüpfer. Da gibt es einen Battlebereich, hier einen Basketballkorb, dort eine Rutsche, noch woanders ein Schaumstoffbad. Für Hüpfzwerge, Sprunganfänger und Profis ist der Suchtfaktor hoch. Im wahrsten Sinne ungünstig für die Familienkasse ist neben den Preisen für die Sprungzeiten (da lohnt es sich, zum Beispiel auf Ferien-Flatrates zu achten!) allerdings, dass jeder Anbieter sein eigenes Söckchen braut. Nur mit Glück und Kulanz darf mit den Söckchen aus dem einen Trampolinpark beim nächsten Anbieter gehüpft werden, und schnell hat man den Schrank voller leuchtend bunter Stoppersocken. Hygienegründe? Wohl eher geschicktes Marketing.

Airtrack
Der neueste Trend kommt aus den USA und ist eine aufblasbare Turnmatte, zehn bis 20 Zentimeter dick und gut und gern mal drei Meter lang. Eigentlich eher fürs Bodenturnen gedacht, hat das Airtrack aber auch einiges an Rückfederung zu bieten, was das Training von Radwende, Salti und mehr gut unterstützt.

Trampolinhallen in Düsseldorf und Umgebung

Superfly, Kappeler Straße, Düsseldorf-Reisholz
www.superfly.de/duesseldorf

Airhop, Fichtenstraße, Düsseldorf-Flingern (Süd)
www.airhoppark.de/duesseldorf

Jumpgalaxy, Wilstätterstraße, Düsseldorf-Heerdt
www.jumpgalaxy.de

Hi-Fly, Kleinhülsen, Hilden
hi-fly.de/trampolinpark-hilden/standort-hilden

Tags: Gartentrampolin , Trampolin , Trampolinhallen

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