Freizeit

Picknicktipps zum Öftermachen

Pia Arras-Pretzler · 06.08.2020

© Jacob Lund – AdobeStock

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Derzeit gibt es wohl nichts Schlaueres, als seine Freunde draußen zu treffen und dabei zu essen, was man selbst mitgebracht hat. Deshalb: Raus mit euch, so oft wie möglich!

Klein anfangen

Moment, wirklich raus? Fangen wir doch ganz von vorn an und definieren Picknick als eine Mahlzeit, die nicht am Tisch, sondern auf dem Boden eingenommen wird. So gesehen kannst du jederzeit das Abendbrot oder auch den Mittagssnack ins Wohnzimmer verlegen. Gern auch auf den Dachboden, in den Wäschekeller oder ins Kinderzimmer – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Weil du keine Lust auf umgekippte Becher hast, trinken deine Kinder erst in der Küche einen Schluck, bevor du am Ort eurer Wahl die Decke auf dem Boden ausbreitest und ihr euch an den Gemüsesticks und fertig geschmierten Butterbroten bedient. Zum Abschluss gibt’s noch eine leckere Kleinigkeit. Wenn alle satt und zufrieden sind, schnappt ihr euch Kissen und legt euch hin. Jetzt ist Zeit, einander vom Tag zu erzählen oder ein einfaches Spiel zu spielen –„Ich sehe was, was du nicht siehst“, zum Beispiel.

Lieber einfach und dafür öfter

Dieses Indoorpicknick enthält bereits alle Elemente, die auch draußen dafür sorgen, dass ihr eine entspannte Zeit miteinander verbringt. Denn je unkomplizierter du so ein Picknick gestaltest, desto öfter habt ihr alle Lust darauf.

Nähe

Wenn ihr mit dem Fahrrad fahrt oder zu Fuß geht, ist bereits der Weg zum Picknickplatz Teil des Abenteuers. Deine Kinder werden nicht irgendwo hingekarrt, sondern gelangen aus eigener Kraft ans Ziel. Und du hast all deine Sachen griffbereit im Fahrradkorb, in den Packtaschen oder im Kinderwagen.

Kreative Platzwahl

Weiche auf ruhige Zeiten und/oder Plätzchen aus. In deiner näheren Umgebung sind dir beim Spazierengehen oder Einkaufen vielleicht schon Stellen aufgefallen, die sich für ein Picknick gut eignen. Wenn nicht, lohnt es sich, auf die Suche zu gehen und seinen Stadtteil neu kennenzulernen. Auch möglich: Wenn du Freunde mit einem (Schreber-)Garten hast, schlag dort ein gemeinsames Picknick vor.

Schnelle, leckere Snacks mit Highlight

Mach dir keinen Stress mit dem Essen. Deine Kinder werden es vor allem spannend finden, eine Mahlzeit nach draußen zu verlegen. Wenn du Spaß an aufwendigeren Experimenten hast, nur zu! Denk aber daran, dass deine Kreationen gut in Stücke zu teilen und ohne Besteck zu bewältigen sein sollen. Wenn du gar keine Lust auf Vorbereitung hast, überleg dir eine einfache Kombination aus dem Supermarkt deines Vertrauens, etwa Minibrötchen, (fertige, gern vegetarische) Frikadellen und Minitomaten. Und zu trinken? Am unkompliziertesten – und am gesündesten! – ist Wasser. Das klebt nicht, wenn etwas daneben geht. Ein Picknick ist übrigens eine gute Gelegenheit, einmal fünf gerade sein zu lassen – das kann eine Nascherei sein, die ihr euch sonst verkneift, oder auch ein Getränk, das sich gut mitnehmen lässt und dir sonst nicht ins Haus kommt, etwa Trinkpäckchen. Auch möglich: Pizza beim Lieblingsitaliener bestellen, vorschneiden lassen, abholen und im Park genießen. Gilt auch als Picknick, finden wir.

Und sonst so?

Weil sich euer kleiner Picknick-Ausflug ja nicht wesentlich von einem Abstecher zum Spielplatz unterscheidet, weißt du selbst am besten, was sonst noch einzupacken ist. Denk aber daran, dass ein Picknick im Gegensatz zum Spielplatzbesuch kein Selbstläufer ist, sondern du noch das eine oder andere Ass im Ärmel haben solltest – etwa Murmeln, Spielkarten, ein Fadenspiel oder eine gute Geschichte … Auch dabei gilt: Macht es euch nicht zu kompliziert und freut euch vor allem auf den Perspektivenwechsel. Ach ja, und falls ihr die Idee mit der Pizzeria gut fandet: Pizzaschachteln wieder mitnehmen und zu Hause entsorgen!

Tags: Freizeit , Sommer

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