Freizeit

5 Tipps für digitale Weihnachten

Aus der Redaktion · 29.12.2020

© Bettina Schipping

© Bettina Schipping

Schöne gemeinsame Weihnachtsmomente im erweiterten Familienkreis trotz Corona? Die Libelle hat fünf Expertentipps für die digitale Familienfeier.

Weihnachten ist das Fest der Familie und des Beisammenseins. Manche Familien kommen überhaupt nur in dieser Zeit zusammen und tauschen sich aus. In diesem Jahr sieht leider alles anders aus, denn Corona macht uns einen Strich durch die Rechnung. Die für viele intensive Zeit der gegenseitigen Besuche muss – zumindest dieses Jahr – ganz anders organisiert werden. Damit das ins Digitale verlegte Fest dennoch erfolgreich wird und alle sich mitgenommen fühlen, hat die Libelle fünf Tipps für die möglichen digitalen Abläufe.

1. Wann und wie kommen wir online zusammen?

Viele Familien haben sich inzwischen vertraut gemacht mit den Möglichkeiten digitaler Familientreffen. Ob und welche Videoplattform für alle am besten funktioniert, sollte vor dem Termin klar sein. Nicht so technikaffine Familienmitglieder sind meist dankbar, wenn sie vorab einen Link bekommen, den sie zur verabredeten Zeit nur noch öffnen müssen und automatisch in das Meeting geführt werden. Meist führt Durcheinanderreden zu schlechtem Empfang, daher sollten alle ihre Stummschalttaste kennen. Wenn die Familie sich im Video sieht, ist es schön, wenn das Bild für alle funktioniert.

2. Wie geht's dir und was macht ihr so?

Es bietet sich an, den Ablauf des Videotelefonats im Voraus zu planen und mit allen abzustimmen. Hilfreich ist auch, wenn jemand ganz sanft die Rolle des oder der Moderator*in übernimmt. Bewährte Familientraditionen lassen sich ins neue Format übertragen: Gedichte werden aufgesagt, eine Szene wird aufgeführt, es gibt eine musikalische Darbietung. Auch vorher zugestellte Geschenke können jetzt zugeordnet, ausgepackt und vorgezeigt werden. Die etwas ruhigeren Familienmitglieder sollten aktiv angesprochen werden, damit sie nicht im digitalen Weihnachten untergehen.

3. Wo ist denn euer Lametta?

Gut ist, die Fotos, die alle interessierten, griffbereit zu haben. Nichts ist störender als während einer Live-Session Bilder zu suchen, womöglich ein flimmerndes Handyfoto in die Kamera zu halten oder die Kinder überhaupt erst fürs Bild einzufangen ... Wer vorab die Fotos vom Weihnachtsbaum, der Bescherung oder den freudestrahlenden Enkel*innen überspielt hat, vermeidet unnötige Wartepausen und überrascht die Familie mit einer kurzweiligen Präsentation, die vor allem die bei der Bescherung nicht leibhaft anwesenden Großeltern beglückt.

4. Wie schmeckt's bei euch?

Wer Lust hat, kann sein Smartphone in der Küche und an der Esszimmerlampe installieren und sich mit dem gleichen Link auf mehreren Geräten ins Meeting einloggen. So ist die Verwandtschaft aus mehreren Perspektiven live dabei, wenn das Festmahl bruzzelt. Alle können sich gegenseitig in der Küche besuchen, die Festtafeln hier und dort bestaunen und zu guter Letzt heißt es gemeinsam „Guten Appetit!“. Kochkisten und Internetrezepte machen es möglich, dass beispielsweise auch dasselbe Menü auf den Tisch kommt.

5. Lasst uns musizieren!

In vielen Familien ist das gemeinsame Musizieren fester Bestandteil des Weihnachtsfestes. Auch das lässt sich online umsetzen, wenn man eine wichtige Regel beachtet: Gemeinsam heißt dieses Jahr nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Die Kinder erfreuen sich an kleinen „Auftritten“, für die möglichst schon vorher Notenständer, Geigenbogen und ausreichende Beleuchtung bereitstehen sollten. Gemeinsam mehrstimmig zu singen fällt technikbedingt leider aus, aber natürlich kann in jeder Einzelfamilie stummgeschaltet mitgesungen werden.

Eins ist klar: Digitale Weihnachten können nie die persönliche Familienfeier ersetzen. Aber sie sind unter den gegebenen Voraussetzungen eine Alternative, trotz Corona mit mehreren Familienhaushalten zusammen einen besonderen Moment zu schaffen.

Digitale Weihnachten 2020

Unsere Tipps für ein digitales Familientreffen zu Weihnachten basieren auf Hinweisen von Professor Lauritz Lipp, Professor für Kommunikationsdesign und Interaktive Systeme an der privaten Hochschule University of Europe for Applied Sciences (UE mit Standorten in Iserlohn, Berlin und Hamburg). www.ue-germany.de

Mehr Infos und Texte der Libelle rund um das Thema „Digitale Familie“ findest du hier.

Tags: Digitale Familie , Digitale Weihnachten , Videokonferenz , Virtuelles Familientreffen

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