Freizeit

„Hobby Horsing“ immer beliebter

Aus der Redaktion · 27.05.2020

© Igor Normann  – AdobeStock

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Wer reitet denn da durch den Park? Mädchen und auch junge Frauen traben mit dem Steckenpferd – und erfüllen sich dabei einen Traum.

Wenn wir sagen, jemand hat ein Steckenpferd, so ist das ein Ausdruck dafür, dass er ein Hobby pflegt. Nun gibt es immer mehr Mädchen und Frauen (vielleicht auch ein paar Jungs und Männer), die ganz buchstäblich und mit viel Liebe ihr Steckenpferd pflegen: Einen Besenstiel mit Pferdekopf, den sie zuerst meist selbst basteln und dann damit sehr ausdauernd Schritt, Trab und Galopp trainieren, allein oder gemeinsam mit anderen Steckenpferd-Reiterinnen auf der Wiese im Park. Die Sportart, bei der es darum geht, mit dem Oberkörper die Haltung einer Reiterin zu zeigen, mit den Beinen und Füßen aber die Gangarten des Pferdes zu imitieren, findet immer mehr Liebhaberinnen – und ist, wenn man sie ernsthaft betreibt, für Koordination und Kondition eine ziemlich anspruchsvolle Herausforderung! Ehrenamtlich, denn in den Sportvereinen gibt es noch keine entsprechende Abteilung, organisieren die passionierten Steckenpferd-Reiterinnen Turniere. Die üblichen Disziplinen: Springen und Dressur.

„Hobby Horsing“ kommt aus Finnland

Der Trend zum Steckenpferd ist vor einigen Jahren aus Finnland zu uns geschwappt und findet unter dem neuen Namen „Hobby Horsing“ immer mehr Anhängerinnen. Nicht zuletzt in Coronazeiten, wo die Nachmittage auf dem Reiterhof für all die pferdebegeisterten kleinen Mädchen wochenlang flachfielen, ist das eine oder andere darauf gekommen, sich in liebevoller Kleinarbeit ein Steckenpferd zu erschaffen – und hier geht der Trend eindeutig zum Zweitpferd in der heimischen Box! Ob Kleiner Donner oder Sternenschweif, ein individueller Name gehört genauso dazu wie die Pflege der Mähne (in Zöpfchen flechten), das Herstellen verschiedener Trensen und der liebevoll gebastelte Kopf- und Ohrschmuck fürs eigene Pferdchen. Unten findest du übrigens eine Bastelanleitung für Hobby-Horsing-Einsteigerinnen.

Der Traum vom Reiten

Was die Szene zusammenhält, ist das tolle Gefühl, ein gemeinsames, noch nicht so weit verbreitetes Hobby zu haben. Ist die Mischung aus Kreativität, Sport und Imagination. Ist die aktive Erfüllung eines Wunschtraums. Denn „Hobby Horsing“ ermöglicht es, sich aus eigener Kraft über die eigenen begrenzten Möglichkeiten (im echten Leben erreicht nicht jedes Mädchen den Reiterhof-Status) hinwegzusetzen und gemeinsam mit Gleichgesinnten – die natürlich genau wie echte Reiterinnen auch unglaublich viel über Pferde wissen – der Reiterhof- und Pferdemädchen-Fantasie möglichst nahezukommen. Und das funktioniert natürlich umso besser, je größer die Gruppe ist, die zusammen ausreitet.

 

 

So bastelst du ein Hobby Horse

Du benötigst:

  • einen Besenstiel oder ein ca.1,20 langes Rundholz
  • eine alte Socke, möglichst groß
  • Watte/Stoffreste/Füllmaterial
  • Karton oder Moosgummi (für Ohren, Augen, Nüstern)
  • Wolle (für die Mähne)
  • Kordel (Trense, Zügel)
  • Schere
  • Kleber/Heißkleber

Fülle die Socke möglichst fest mit der Watte. Stecke den Besenstiel in die Socke und klebe den Sockenrand am Holz fest. So entsteht der Pferdekopf. Alles weitere ist Fantasie und Kreativität.

Tags: Hobby Horsing

Kategorien: Freizeit