Erziehung

Der Weg ist das Ziel

Fabian Stammen · 13.08.2017

Doch nicht nur schulische Disziplin will zum Schulanfang gelernt sein – Eltern sollten ihre Chance nutzen, um gemeinsam den Schulweg zu trainieren.

Für tausende i-Dötzchen beginnt in diesem Monat ein neuer Lebensabschnitt: Die Grundschule ruft!. Doch neben Lesen, Schreiben und Rechnen wird häufig eines vergessen – auch das Einüben des Schulwegs folgt getreu dem archaischen Motto: „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Beim Schulwegtraining sind die Eltern gefragt, die ihren Kinder mit Geduld und Einfühlungsvermögen helfen können, den Straßenverkehr sicher zu meistern. In den letzten Tagen der Ferien sollten Eltern daher mit ihren Kindern den künftigen Schulweg abgehen.
Dazu muss die sicherste und nicht zwangsweise kürzeste Route ermittelt werden. Als Hilfsmittel dienen Schulwegpläne, die von Kommunen und Schulen bereitgestellt werden. Die größten Hürden und Gefahren sind auf diesen schon vermerkt. Üben sollte man natürlich zu den Zeiten, in denen später auch das Kind den Weg gehen wird – an Wochenenden oder zur Mittagszeit kann sich die Verkehrslage enorm verändern. Straßen werden nur an Ampeln, Überwegen und Mittelinseln überquert. Das Kind darf den Verkehr nicht aus den Augen verlieren und nicht unter Zeitdruck geraten. Zudem müssen Gefahrenpunkte aufgezeigt und besprochen werden, welches Verhalten an diesen angebracht ist. Wie oft der Weg eingeübt wird, ist situationsabhängig. Kinder lernen in individuellem Tempo und manche Schulwege sind anspruchsvoller als andere.
Um das Ganze spielerisch zu gestalten, können bei „erfahreneren“ Kindern auch mal die Rollen getauscht werden: Die Eltern lassen sich von ihren Kindern führen und greifen nur noch korrigierend ein. Halten sich die Kinder hierbei an alle Vereinbarungen, folgt endlich der große Moment: Den Kindern kann der „Schulwegführerschein“ überreicht werden und sie sind bereit, den Weg zur Schule alleine anzutreten.

Tags: Verkehrserziehung

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